Die Laktat-Effizienz beschreibt die Fähigkeit,
Laktat während der Belastung als Energiequelle
zu nutzen und abzubauen. Dieser Prozess ist massiv von der Faserverteilung
im Muskel und ihrem Zustand abhängig, denn um Laktat als direkte Energiequelle zu nutzen,
mussen die ausdauernden Typ-1 und Typ-2a
Muskelfasern oxidativ trainiert sein.
In der menschlichen Skelettmuskulatur gibt es drei Haupttypen von Muskelfasern,
die sich auch in ihren Stoffwechselfähigkeiten unterscheiden:
Typ-1
… verbraucht Laktat oxidativ
Typ-2a
… verbraucht + produziert Laktat oxidativ
Typ-2x
… produziert Laktat anaerob
Die Verteilung dieser Fasern ist zu etwa zur Hälfte genetisch bedingt, während das
Verhältnis der unterschiedlichen Typ-2 Fasern
durch spezifisches Training, und dem daraus resultierend
Faser-Shift von Typ-2x
zu Typ-2a, bestimmt wird.
Je höher dein Anteil an ausdauernden Typ-1 und
Typ-2a Fasern und deren Besatz mit Mitochondrien und MCT-1,
desto effizienter ist dein Körper darin, das bei hoher Intensität
anfallende Laktat sofort wieder als Treibstoff zu nutzen, bevor es das Blut übersäuert.
Um die Dichte der Mitochondrien, die
Kraftwerke der Zelle, die oxidativen Brennkammern für Fette, Kohlenhydrate und eben auch Laktat,
und Menge der MCT-1-Transporter, die für den Laktat-Import zuständig sind,
in den Typ-2a Fasern zu erhöhen, müssen diese Fasern
rekrutiert und gleichzeitig aerob gefordert, quasi oxidativ umerzogen, werden.
Mit unserer Methode zum IK-Training
werden alle Typ-2x Fasern,
auch die durch Radsport unerreichbaren, die mit den hohen
Erregungsschwellen, sicher überwunden und einbezogen. Schon nach wenigen
Einheiten wandeln sich die nun zusätzlich angesprochenen Typ-2x
in die für Ausdauerbelastungen vorteilhaften Typ-2a Fasern.
lactate-clearance:
Typ-2a Fasern besitzen im Gegensatz
zu Typ-2x eine höhere oxidative Kapazität und mehr Mitochondrien,
sofern diese nachfolgend durch "modernes" K3-Training oxidativ animiert
wurden. Sie können, genauso wie Typ-1 Fasern,
Laktat, das in anderen Fasern produziert wurde,
effizient als Energie verstoffwechseln.
Schwellenleistung:
Durch diesen nun vergrößerten intrazellulären
Laktat-Shuttle, sinkt
die Laktatkonzentration bei gleicher Leistung im Blut. Die Laktatkurve verschiebt sich nach rechts,
was bedeutet, dass deine Schwellenleistung FTP/LT2 steigt.
Reversibilität:
Die Umwandlung der Fasern ist reversibel. Bei einer längeren Trainingspause
wandeln sich die gewonnen Typ-2a zurück in Typ-2x
Fasern. Konsequentes und fortlaudendes IK-Training ist notwendig,
um die gewünschten Anpassungen zu erhalten.
Intensität:
Unser Körper rekrutiert Muskelfasern in aufsteigender Folge:
Zuerst die langsam zuckenden, oxidativen Typ-1,
dann schnell zuckenden, oxidativ-glykolytischen Typ-2a
und schließlich die schnell zuckenden, glykolytischen Typ-2x.
Fasertyp-Shift - mechanische Spannung:
Durch regelmäßiges Maximalkraft Training werden motorische Einheiten mit Typ-2x
Fasern fortgesetzt aktiviert.
Diese wiederholt hohe mechanische Spannung stimuliert Anpassung und
der Bedarf an metabolischer Effizienz und funktionaler Stabilität
der Typ-2x Fasern zwingt sie
zum Shift in Typ-2a.
Fasertyp-Shift - metabolischer Stimulus:
Ausdauertraining beeinflusst den Intermediärtypen Typ-2a
dazu ähnliche oxidative Eigenschaften wie die des Typ-1 anzunehmen,
gleichzeitig werden Typ-2x in Typ-2a Fasern
zugunsten der Muskelausdauer verschoben.
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Schon gewusst -
Tatsächlich geht es bei Maximalkraft Training nicht nur um kurzfristige Vorteil für den
Ausdauersport:
Vor allem die explosiven, kraftvollen und durch hohe Erregungsschwellen
schwer ansprechbaren Typ-2x
Fasern, sind von Sarkopenie,
dem altersbedingten irreversibelen Faserverlust, betroffen.
Eine Kausalität zur Absolutkraft ist sicher unstrittig.
Unser Körper kann den schleichenden Faserverlust durch unzureichend Belastung bis
zu einem gewissen Grad durch die Vergrößerung der
verbleibenden Fasern kompensieren, aber die Gesamtzahl der Fasern nimmt ab.
Wir sind sehr gut in der Lage, Muskeln zu reparieren und zu stärken,
aber einmal vollständig verloren gegangene Fasern können nicht neu gebildet werden.
Die Verkümmerung der Typ-2x Fasern wird durch Ausdauersport, begründet durch
unzureichend kraftintensive Herausforderungen,
nicht entscheidend gebremst. Der schleichende Verlust
der Maximalkraft bleibt leider bestehen.
GYM-Training: Um Typ-2x Fasern zu rekrutieren,
müssen die vorherigen Fasertypen an
ihre Grenzen stoßen oder die Belastung muss von vornherein extrem hoch sein.
Maximalkraft trainieren, besonders IK-Training,
ist für den Fasererhalt hoch wirksam.